Dienstag, Februar 26, 2008

Baustelle Spring Training: Marlins, Reds, White Sox, Astros, Nationals

Sorry für die Verspätung. Aber ich habe es am Montag nicht mehr geschafft.


Marlins: In Miami sind drei Positionen in der Startaufstellung noch nicht hundertprozentig geklärt. Der junge Cameron Maybin muss beweisen, das er nach einer halben Saison oberhalb von Double A schon bereit ist in den Major Leagues als Starter im Center Field aufzulaufen. Während seines kurzen Stints bei den Detroit Tigers im letzten Sommer zeigte er doch noch erhebliche Schwächen und das nicht nur offensiv. Es ist also gut möglich, das die Marlins Alejandro De Aza zu Saisonbeginn noch einmal als Starter aufbieten werden. Das nächste kleine Fragezeichen gibt es bei der Position des Catchers. Mike Rabelo, der ebenfalls von den Tigers nach Florida kam, muss sich gegen Matt Treanor durchsetzen. Das größte Kopfzerbrechen bereitet Manager Fredi Gonzalez aber sich die dritte Base. Dort gilt es den Verlust von Miguel Cabrera einigermaßen abzufangen. Es gibt auch keinen richtigen Favoriten, so dass Dallas McPherson, Jose Castillo, Jorge Cantu und auch Alfredo Amezaga gleichgroße Chancen haben werden.


Reds: Bei den Reds bleibt abzuwarten, ob sie schon mit ihren Planungen für die neue Saison fertig sind. Denn es gibt immer noch Gerüchte um Trades für Starting Pitcher Joe Blanton und der eventuellen Verpflichtung von Outfielder Kenny Lofton. Letzteres könnte sich aber erledigen, wenn Jay Bruce wirklich schon bereit ist für die Big Leagues. Der war im letzten Jahr Minor Leaguer of the Year und gilt als das derzeit größte Talent im Baseball. Er ist auch der Grund, warum sie Joey Hamilton so einfach abgeben konnten, im Tausch für Edinson Volquez. Der wiederum befindet sich im Rennen um einen Platz in der Rotation. In der sind nur Bronson Arroyo und Aaron Harang gesetzt. Matt Belisle, Josh Fogg, Jeremy Affeldt, Homer Bailey und Johnny Cueto kämpfen mit Volquez um die übrigen drei offenen Stellen.


White Sox: An der South Side gibt es eine ganze Reihe von neuen und auch klangvollen Namen im Lineup. Nick Swisher und Carlos Quentin werden in Zukunft gemeinsam mit Jermaine Dye das Outfield patrouillieren. Orlando Cabrera ersetzt Juan Uribe als Shortstop. Der ist aber nach wie vor bei den White Sox unter Vertrag, bekam aber mit dem Kubaner Alexei Ramirez einen starken Gegner im Kampf um Second Base vor die Nase gesetzt. Ramirez hat enormes Potential und Uribe muss sich schon sehr strecken, um die schwache Saison 2007 im Spring Training vergessen zu machen. Auch nicht so klar ist die Situation an der Hot Corner. Joe Crede ist wieder fit, doch Manager Ozzie Guillen mag den jungen Josh Fields wohl lieber. Das Luxus-Problem könnte sich aber noch in den kommenden Wochen in Luft auflösen, wenn sich die Gerüchte um einen angedachten Wechsel von Crede zu den Giants bewahrheiten werden.


Astros: Der neue Manager Cecil Cooper darf mit einer gestärkten Offensive in die Saison gehen. Dafür sieht seine Rotation eher ein wenig zusammengeschustert aus. Die Positionen hinter Ace Roy Oswalt sind bei weitem nicht so stark besetzt. Brandon Backe verpasste zudem die ersten Work Outs, weil er schon wieder verletzt war. Ob sie sich auf ihn verlassen können, ist schon ein wenig fraglich. Und auch ein Wandy Rodriguez und ein Woody Williams werden sicher kein Schrecken bei gegnerischen Hittern verbreiten. Mit Shawn Chacon und Jack Cassel wurden im Winter ein paar weitere durchschnittliche Pitcher eingekauft, die ebenfalls eine Chance haben werden. Cooper muss darauf hoffen das die jungen Chris Sampson und Felipe Paulino möglichst schnell den Sprung in die Rotation schaffen.


Nationals: In Washington verlief der Winter durchaus ereignisreich. Man konnte die talentierten, wenn auch charakterlich nicht festen, Outfielder-Talente Lastings Milledge und Elijah Dukes verpflichten. Zudem ist der neue Catcher Paul Lo Duca tief in die Mitchell-Report-Affäre verstrickt und verletzte sich auch noch am Knie. Doch wo werden sie spielen. Milledge hat die besten Karten sich als der neue Center Fielder durchzusetzen. Bei Dukes sieht es wohl ein wenig anders aus. Er wird sich mit der Rolle des Backup-Outfielders erst einmal begnügen müssen. Das war aber im letzten Frühjahr bei den Devil Rays auch schon so. Er schaffte den Sprung in die Startformation, aus der er aber flog, als seine nebenberuflichen Aktionen zu viel für die Verantwortlichen wurden. Ein Wily Mo Pena wird sich im Left Field warm anziehen müssen. Lo Duca hingegen wird den Start der Saison sicher verpassen. Als Ersatz verpflichteten die Nats Johnny Estrada, der im Grunde in der Vergangenheit nicht viel schlechter war als Lo Duca. Allerdings wurde er am Arm operiert und man muss abwarten, ob das Auswirkungen auf 2008 haben wird. Weniger Runner als im letzten Jahr kann er aber auch nicht auswerfen. Dazu gibt es noch Unklarheiten bei der Besetzung der Rotation und an der ersten Base. Einzig Shawn Hill und John Patterson sollten als Starter gesetzt sein. Neuzugang Tyler Clippard (kam von den Yankees) passt aufgrund seines Stils gut in die National League. Jason Bergman, Mike Bacsik, John Lannan, Matt Chico, Tim Redding und Garrett Mock hoffen ebenfalls auf den Sprung in den Opening Day Kader. Aufgrund der Verletzungsanfälligkeit der Hälfte der genannten Pitcher, dürften aber alle im Laufe der Saison zum Einsatz kommen. Am interessantesten ist die Situation aber an First. Dort kommt mit Nick Johnson einer der besten Spieler des Teams zurück, der aber im letzten Jahr von Dimitri Young eindrucksvoll vertreten wurde. Nur ein Trade dürfte diese Situation lösen können. Manager Manny Acta hat auf jeden Fall eine Menge Arbeit vor sich.


Morgen (ich hoffe es zumindest): Rangers, Athletics, Cardinals, Twins, Dodgers